13.10.2017 dw.com "Die Anerkennungsquoten für Asylsuchende sind je nach Bundesland sehr verschieden. Das teilte die Bundesregierung auf Anfrage mit. Damit stellt sich die Frage nach den Ursachen für das Ungleichgewicht.


Cereale Pressespiegel
Flüchtlinge und die Bürokratie
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Flüchtlinge, die nach Deutschland  kommen, sei geraten, sich als eine der ersten Ausgaben einen Leitz-Ordner anzuschaffen. Es können auch gerne zwei Ordner sein. Warum? Auf die Flüchtlinge kommt eine Papierflut zu. Mit den Inhalten sind die Flüchtlinge überfordert. Mit den offiziellen Papieren kommt auch jede Menge an weniger wichtigen Papieren durch den Briefschlitz. Weil aber ein Flüchtling auf Anhieb kaum  unterscheiden, was wichtig ist und was  in den Papierkorb gehört,  werden alle Briefe erst einmal abgeheftet.

Leider sind die wichtigsten Schriftstücke für lange Zeit nicht in dem Papiersegen. Es gibt hier vor Ort durchaus Fälle, dass Afghanen nach gut zwei Jahren in Deutschland immer noch keine Entscheidung auf dem Tisch haben , ob sie Asyl bekommen oder das sie subsidiären Schutz bekommen oder sie aufgefordert werden, Deutschland wieder zu verlassen . Mir ist ein aktueller Fall bekannt, dass ein afghanischer Flüchtling nach zwei Jahren Wartezeit  jüngst seine Sachen gepackt hat und  Deutschland in Richtung Afghanistan wieder verlassen wollte . Just als er starten wollte, kam die Nachricht:  Sein Asylantrag ist genehmigt. Dann passierte ein kleines Wunder: Der Afghane hat sich schon abgemeldet, aber der Asylstatus  wurde ihm trotzdem gewährt, obwohl er schon ein Reiseticket in der Tasche hatte. 


Es ist in der Tat nicht egal, wo und wann ein Flüchtling in Deutschland einen Asylantrag stellt. Bei positiven Bescheiden scheint Bremen einsame Spitze zu sein. In Bayern haben afghanische Flüchtlinge  deutlich geringere Chancen, dass ihr  Asylantrag positiv entschieden wird .In Bayern ist die Ablehnungsquote bei Asylanträgen  besonders hoch. Da Flüchtlinge es sich nicht aussuchen können, wo und wann sie Asyl bekommen oder auch nicht, ist Glück mit im Spiel. 

Die  Deutsche Welle hat Zahlenbeispiele über Ablehnungsquoten von Asylbewerbern in den einzelnen Bundesländern.  Demnach gibt es in Deutschland recht unterschiedlich Entscheidungen in Sachen Asyl. An den Flüchtlingen liegt es nicht, es liegt eindeutig an  den Behörden. Die  Entscheider werden ausgesucht und ausgebildet und da wird der Ermessensspielraum unterschiedlich angesetzt.Natürlich geht es  in Deutschland alles streng nach Gesetz.  Aber erstaunlich ist es schon, dass es in Deutschland ein Nord-Süd-Gefälle bei den Asylentscheidungen gibt. My