Beginn der Offensive"Türkei beschießt kurdische Dörfer Link zum Tagesschau-Team

Stand: 19.01.2018 12:08 Uhr

Der Krieg in Syrien ist reichlich verwickelt. Die Großmächte Russland und die USA kämpfen mit. Russland ist seit Jahrzehnten mit Syrien verbandelt. Und Putin stützt militärisch das Assadregime. Nachbar Türkei hält nicht viel vom Assadregime. Auch steht die Türkei mit den Kurden  in Syrien, im Irak und in Anatolien  auf Kriegsfuß. An Erdogan führt kein Weg vorbei. Er hat immer damit gedroht, die Kurden in Syrien anzugreifen, wenn sie sich in Grenznähe zur Türkei festsetzen sollten. Eigentlich war das Verhältnis der Türkei zu Russland wieder einigermaßen gekittet. Nun bricht die Türkei (vermutlich) einen neuen Blitzkrieg vom Zaum und torpediert damit die russischen Friedensabsichten.

Rebellenhochburg in Syrien23 Tote bei Bombenanschlag in Idlib Link Tagesschau-Team

Stand: 07.01.2018 21:26 Uhr

http://www.tagesschau.de/ausland/idlib-111.html

Syrien-KonfliktTürkei fordert Ende der Idlib-Offensive Link Tagesschau-Team

Stand: 10.01.2018 16:06 Uhr
 

Kämpfe in Damaskus und IdlibSyrische Rebellen unter Druck Link Tagesschau-Team

Stand: 08.01.2018 08:55 Uhr

Der Frieden ist in Syrien weiterhin ein Winter. Ein reichlich grausamer Winter. Die Idlib Offensive soll   syrisches Territorium wieder unter die Herrschaft Assads bringen. Mit Russischer Hilfe kommen die Assadstreitkräfte gut voran. Gleichzeitig wird durch die syrische Offensive gegen syrische Rebellen ein großer Strom an Flüchtlingen in Marsch gesetzt. Das Flüchtlingselend wird nach einer  kurzen Zeit der Hoffnung nun wieder in vollen Umfang sichtbar.

Schon vor Tagen hat Erdogan die Trump-Regierung heftig angegriffen. Und die USA geben nach. Demnach haben die Amerikaner nicht die Absicht, Wehrdörfer mit Kurden und Syrern aufzubauen, in den Regionen, die der IS wieder abgenommen wurden. Die USA behaupten, sie hätten  nie die Absicht gehabt, türkisch-syrische Milizen in Stellung zu bringen. War es  sinnvoll, an der Grenze zu der Türkei befreundete Milizen zu sammeln? Bei einem Krieg ist keine Seite ganz sicher, wie er ausgehen wird. Durch veränderte Gebietsverwaltung  würde  vielleicht das Assadregime nicht so ungeschoren davonkommen, wie es im Augenblick den Anschein hat.

Der Krieg in Syrien ist noch nicht vorbei. Die außersyrischen Mächte wollen nicht ohne Faustpfand in Friedensverhandlungen gehen. Die syrischen Rebellen haben schon erklärt, dass sie nicht an den Friedensverhandlungen teilnehmen wollen. Das hätten sie lieber tun sollen, die Idlib-Offensive wird  die syrischen Rebellen aufreiben. Ob die Kurden mit den Amerikanern im Hintergrund Forderungen stellen können, ist eher unwahrscheinlich. Wenn es eine Friedenskonferenz geben sollte, dann wird es eine Show geben. Das Assadregime wird triumphieren. Wer nicht spurt, bekommt die neue syrische Armee zu spüren.

Über Flüchtlinge wird auch noch zu sprechen sein. Es ist gut möglich, dass nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, es keine "leeren Räume" in Syrien geben soll. Wann die Flüchtlinge zurück ins Land geholt werden sollen, ist im Augenblick noch  unklar. Es spielt dabei eine Rolle, in welchem Umfang potente Geldgeber sich am Wiederaufbau Syriens beteiligen wollen. Gleichzeitig ist es sehr im Interesse des syrischen Staates : Er will Flüchtlinge  zurück in   ihre Dörfer und Städte holen. Der Wiederaufbau wird eine ganz Generation lang dauern. My

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