Meine Eltern heirateten im November 1945
Mein Vater war einst Landarbeiter , jetzt 
gehörte iihm ein kleiner Bauernhof in Ostholstein.Der Bauernhof wurde ihm noch 1945 überschrieben

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In der Nachkriegszeit brach der Markt für Fotos zusammen. Nur wenige Fotos habe ich finden können. Meine Eltern hatten ganz andere Sorgen ,als mit dem Fotoapparat spazieren zu gehen. 

 Das ist ein Foto aus der Nachkriegszeit. Die Qualtät des Fotoapparates war scghlecht, die Qualirät des Fotpapiers auch.

Meine Mutter war 1946 schon dreißig Jahre alt . Das war in der damaligen Zeit happig spät für eine Heirat . Aber der unselige Krieg hatte private Ziele mächtig durchkreuzt. Meine Eltern hatten einen großen Nachholbedarf. Sie heirateten noch 1945. Mein Vater richtete das Wohnhaus in Dodau wieder her. Die herausgesprengten Fenster und  Türen wurden ersetzt und mit lebenden Schweinen bezahlt. Die Reichsmark hatte längst ihren Wert verloren. Nur die Rentenmark wurde in die neue Zeit gerettet. Aktien übrigens auch. Im November 1946 kam ich auf die Welt. Meine Zeugung war erfolgreich gewesen. Und alleine war ich auch nicht. Der Zustrom von Flüchtlingen aus dem Osten hielt unvermindert an. Aber das interessierte mich als Kind nicht im geringsten

Die Aufbauzeit war die schönste Zeit im Leben meiner Eltern. Es dauerte noch zwei jahre, dann kam die Währungsreform. Der Schwarzmarkt hörte sofort auf. Die Bauern  konnten ihre Erzeugnnisse in der neuen Währung  auf dem Wochenmarkt verkaufen und lang entbehrte Konsum- und Investitionsartikel einkaufen.
Das erste neue technische Gerät  auf dem Hof , welches mein Vater einkaufte, war eine Melkmaschine. Mit der Hand zu melken ist zwar schön anzusehen, aber es ist  eine arge Plackerei, damit war jetzt Schluss. 


 
Ein Profibild von mir.Wahrscheinlich noch in den vierziger Jahren


Einige besondere Anlässe habe im Jahre  1948 als kleines Kind im Gedächtnis behalten. Der Bauer auf dem Nachbarhof kam aus russischer Gefangenschaft zurück . Er war Offizier in der Wehrmacht gewesen und überlebte mit knapper Not. Sein Bruder fiel im Krieg. Er heiratete nach seiner Rückkehr  die Schwester meines Vaters.Er wurde mein Onkel.  Die Schwester meines Vaters  feierte die Hochzeit auf dem väterlichen ,für mich großväterlichen Hof. Das Klavier vom Nachbarhof wurde in die gute Stube gewuchtet. Daran errinnere ich mich. Die Braut war damals 28 Jahre alt. Die Ehe blieb kinderlos. Auch ein Bruder meiner Mutter heiratete 1948 seine Doris. Das habe ich im Gedächtnis abgespeichert. Ich durfte mit anderen  kleinen Kindern Blumen auf den Kirchgang streuen. 


Motorisiert waren wir nach dem Krieg noch gar nicht. Mein Vater baute eine Kutsche für Pferd und Wagen mit Luftbereifung. Meine Großeltern waren durch den frühen Tod meines Onkels zu Autobesitzern geworden. Richard Myrau, der Bruder meines Vaters, kaufte kurz vor dem Krieg ein  Ford-Auto. Das Geld hatte mein Onkel in Amerika angespart. Im Krieg gegen die SU  begannen die Nazis kriegswichtige Güter zu beschlagnahmen Dazu gehörten auch Privatautos. Weil meine Großeltern die Gefahr  erkannt hatten, bocken sie das Auto auf und versteckten die Räder im Stroh. Es nutzte nichts. Das Fordauto wurde beschlagnahmt.  Meine Großeltern hatten die Autoräder gerettet. , mein Vater konnte sie gut gebrauchen. 
 
In der Zeit nach dem Krieg waren meine Eltern  zu einem Gutteil Selbstversorger. Der Verkauf von Milch und Fleisch war erfreulich, dass Geld wurde aber dringend für moderne Maschinen benötigt.Die Sense hatte bald ausgedient . Und der gute Ackergaul wurde durch den Traktor ersetzt. Aber der Traktor sollte erst später kommen, wird sind noch in den vierziger Jahren,vor und nach der Geldreform. 

 

Preisgesetz ist die amtliche Kurzbezeichnung für das deutsche Übergangsgesetz über Preisbildung und Preisüberwachung.

Das Preisgesetz (PreisG) wurde am 10. April 1948 durch den Wirtschaftsrat für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet erlassen und am 21. April 1948 verkündet (WiGBl. S. 27). Es galt zunächst nur für die amerikanische und die britische Besetzungszone in Deutschland, sein Geltungsbereich wurde aber durch Bundesgesetz mit Wirkung vom 1. Januar 1950[1] auf die Länder der französischen Besatzungszone, zu der auch der bayerische Landkreis Lindau gehörte, ausgedehnt. Im Laufe der Jahrzehnte verlor es an Bedeutung und ist heute nur noch auf wenige sachliche Geltungsbereiche beschränkt.



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Teilweise Selbstversorgung  auf dem  bäuerlichen Hof 490