Konflikt zwischen USA und EU
Wer will was im Handelsstreit?

Stand: 07.03.2018 17:53 Uhr

Es ist eine leichte Einlösung eines Wahlversprechens für Trump. Per Erlass können die US-Zollbehörden angewiesen werden,  mehr Zoll auf bestimmte ausländische Produkte zu erheben. Das gilt auch für die umgekehrte Richtung. Dabei sitzt Trump auf einem hohen Ross. Der amerikanische Markt ist für die EU viel wichtiger als in umgekehrter Richtung. Auch der gebetsmühlenartige Hinweis von europäischer Seite, dass die US-Wirtschaft sich langfristig selbst schadet, ist nicht von großer Überzeugungskraft. Der amerikanische Markt ist so groß, dass   Auslandseinkünfte amerikanischer Firmen in Europa das Sahnehäubchen auf der Gewinnleiter sind. Die Amerikaner kommen auch leicht ohne BMW aus. Die zusätzliche Besteuerung von Erdnissbutter durch die EU zeigt deutlich die Ausgangssituation.

Was tun? Amerikas Wirtschaft soll unter Trump gesunden und wachsen. Nach dem katastrophalen Ausflug der besitzenden Amerikaner in die Geldwirtschaft am Anfang dieses Jahrhunderts, steht die Realwirtschaft wieder auf  dem Wirtschaftsplan. Die Grünen in Deutschland bekommen einen Schreikampf, wenn sie sehen , hören, lesen , dass auch Kohle, Stahl, Erdöl , Aluminium die amerikanische Wirtschaft beflügeln sollen, Das ist  in ihren Augen eine Rolle rückwärt . Aber der neue alte Markt floriert  dank staatlicher Eingriffe. 
Strafzölle sind ein sehr fexibles Schwert in einer Marktwirtschaft. die reine Marktlehre ist es nicht, aber in einer Marktwirtschaft ist man nicht böse, wenn unliebsame Konkurrenten . Strafzölle zahlen müssen. Die öffentliche Meinung hat Trump im Rücken und darauf kommt es ihm an. Wenn die Strafzölle nach einer gewissen Zeit gegenüber bestimnten Ländern wieder reduziert oder ganz abgeschafft werden, dann dürfte das nicht die Frontseiten der Zeitungen füllen. 
Wenn die USA so verfahren wie angekündigt, dann bekommt der Welthandel einen Knacks. Strafzölle treffen vor allen Dingen stark exportorientierte  Länder wie Deutsc
hland und China. Eine passenden Antwort auf US-Strafzölle ist nicht in Sicht. My