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Die etwas abfällige Bemerkung von Jens Spahn über die nicht - Notwendigkeit von "Tafeln,",also von  nicht -staatliche Einrichtungen, die arme Menschen beköstigen, hat ein Echo bei den Politikern verschiedener Ausrichtung  gefunden. Mit stärkerem Engagement reagieren die SPD , die Grünen  und die Linkspartei. Sie bringen  Vorstellungen in die Debatte, die nicht neu sind, aber wo jetzt der Zeitpunkt da ist, wo Armut von staatlicher Seite anders verwaltet werden kann.

Der strenge Hausvater Staat ist bei der Verwaltung von Armut reichlich blind. Hartz IV ist kein Ruhekissen. Grundgedanke von  Hartz IV ist es, den Langzeit-Arbeitlosen wieder in Arbeit zu bringen und zwar durch  ein niedrigeres Einkommen. Wenn der neue Arbeitgeber solide ist, dann bekommt er Zuschuss, damit er  den Langzeitarbeitslosen nach einer Probezeit  einstellt. Das soll für junge Arbeitslose auch so beibehalten werden. Wenn ein Arbeitnehmer , Alter 50 Jahre, seine Stelle verliert, dann beginnt in der Regel eine Show. die zu nichts führt. Es ist ein Theater das im schlimmsten Fall bei 1 Euro Jobs endet. 


Es wäre in der Tat besser, wenn der Staat endlich zugeben würde, dass für einen Arbeitnehmer , der mit 50 Lebensjahren entlassen wurde. dass diese Person auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance hat. Wäre es nicht ehrlicher, wenn der Staat anerkennt, dass der Harz IV-Bezieher im ersten Arbeitsmarkt keine Chance hat? Warum schlüpft der Staat in die Rolle des Richtenden, der Arbeitslosigkeit als persönliches Versagen sieht? Die Maßnahmen zur Weiterbildung bringen nichts.

SPD , Grüne und Linkspartei  haben schon Konzepte, die einen Wechsel in einen dritten Arbeitsmarkt möglich machen könnten-.  Das  Streben nach Arbeit und Einkommen soll  prinzipiell nicht eingestellt werden, nur der Staat soll mehr Realismus an den Tag legen. Der strafende Staat gehört der Vergangenheit an. Im Mittelpunkt steht der Arbeitnehmer, "der über die Runden kommen muss. ". Arbeit im sozialen Bereich gibt es genug, es fehlt aber an Geldgebern. Wenn der Arbeitslose  es will, dann kann er eine persönliche  Mischfinazierung anstreben. Was der Empfänger staatlicher Leistungen   erwirtschaftet, darf er in einem bestimmten Rahmen behalten. Der  Rahmen soll erheblich größer sein, als das, was im Augenblick erlaubt  ist. 

Das Mandat des Staaten darf durchaus wehrhaft sein. Es geht nicht darum ,dass ein Empfänger staatlicher Leistungen den ganzen Tag Fernsehen sieht. Die erweiterten Hilfsangebote des Staates, können in Rechnung gestellt werden, aber nicht in der bisherigen Form. Die Piratenpartei hat vor einigen Jahren Werbung für ein neues Model für Arbeitslose gemacht. Weil das Arbeitslosenmodel von den Piraten kam, wurde es gar nicht erst angeschaut. Es soll kein Berufswunsch werden, keine Arbeit aufzunehmen. Auf gar keinen Fall-. Es darf auch nicht sein, dass junge Leute  ihre Fähigkeit zu arbeiten mutwillig ruinieren, um ohne Arbeit durch das Leben zu kommen-. Der Arbeitslose hat schon eine Verpflichtung gegenüber seinen Ernährern. Daraus darf er nicht einfach entlassen werden.


Anders sieht es bei einem fünfzig Jahre  alten  Mann oder bei einer 50 Jahre alten Frau aus, die keine Chance mehr hat,  eine Arbeitstelle zu bekommen. Für diese Gruppe sollte das "Theater" aufhören und ein neuer Lebensabschnitt beginnen. Ein Lebensabschnitt in einem dritten Arbeitsmarkt, der dynamisch ist, Menschen zur Arbeit animiert. Das ist ist möglich und wünschenswert. My


update 12.3.18
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http://www.tagesschau.de/inland/faq-armut-in-deutschland-101.html

Debatte über Hartz IV
Wie arm ist Deutschland?

Stand: 12.03.2018 17:48 Uhr


Das haben wir schon vor 50 Jahren in der Schule gelernt: Verhungern braucht in Deutschland niemand. Vom Ausprobieren sei  dringend abgeraten. Wer bei Hartz IV gelandet ist, hat in der Regel große  Schwierigkeiten, aus dem verordneten Zustand wieder auf die Normalschiene zu gelangen. Wer besonders ehrlich ist, dem wird sein Hemd immer kürzer. Es ist kein Zustand, der besonders erstrebenswert ist.

Der Durchschnitts-HartzIV-Bezieher versucht seine Lage durch Mischkalkulation erträglicher zu machen. Wer das Mittagessen einspart, hat mehr Geld für Konsumartikel. Das lässt sich noch weiter strecken durch Haushaltskredite, Versandkaufhäuser wie Otto bieten ihre Dienste an. Wer die Kosten für Bekleidung wegdrücken kann ,hat mehr Geld für andere Konsumgüter. Wer an der Wohnungseinrichtung spart, hat mehr Geld für den privaten Konsum.

Die Tafeln in Deutschland werden gut frequentiert. Ihre Kundschaft ist  heterogen. Der Patient , der intern umverteilt, ist der zu verurteilen? Ihn trifft der Bannstrahl, wenn er beim intensiven privaten Umverteilen erwischt wird. Doch die öffentliche Meinung ändert sich langsam. Wenn durch weitere Rationalisierungen  in den Betrieben immer mehr  Menschen freigesetzt werden, die dann keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt mehr haben, die  dann überlegen wie sie als HartzIV -Bezieher , wie sie bis zur Rente über die Runden kommen. Wenn ein Rentenanspruch besteht.


Es ist bestimmt kein Grund mehr, dass der Staat vorexeziert, wie mit Langzeitarbeitslosen umzugehen ist. Die Bürokratie hat Pferdefüße- Da kommen die Tafeln in den Blickpunkt. Sie verteilen Nahrungsmittel, bieten eine warme Suppe an. Es braucht sich niemand zu schämen wenn er in der Reihe steht. Der werktägliche Treff bei einer Tafel ist ein sozialer Treffpunkt, wo mehr  als nur Suppe ausgegeben wird. Die Tafel ist gleichzeitig Nachrichten-Börse  ein strukturierendes Element für den Tagesablauf von HartzIV-Empfängern. 

Wenn jetzt der neue Gesundheitsminister kommt, und lauthals im Fernsehen sagt, es muss in Deutschland niemand verhungern, auch wenn es keine Tafeln gäbe., dann lässt das Aufhorchen. Hat der Gesundheitsminister schlecht geschlafen?War es nur eine Ungeschicklichkeit oder ist Herr Spahn tatsächlich so blind,, dass er Tafeln für überflüssig hält?  Er wird zurückrudern müssen und Worte finden müssen, die Tafeln ihre Berechtigung geben. Bisher hat sich Herr Spahn nicht wieder gemeldet und eine "Klarstellung" abgegeben. Die Opposition weis was sie zu sagen hat. My

Wie viel Geld hat ein Hartz-IV-Bezieher monatlich zur Verfügung?

Wer gilt als arm?

Wie sehen die regionalen Unterschiede in Deutschland aus?

Hat Deutschland eines der besten Sozialsysteme der Welt, wie Spahn behauptet?

Debatte über Hartz IV
Opposition wirft Spahn Arroganz vor

Stand: 12.03.2018 15:54 Uhr
 

Spahn zu Hartz IV
Weit weg von der Realität

Stand: 12.03.2018 13:42 Uhr

Tafel ist die Bezeichnung für gemeinnützige Hilfsorganisationen, die Lebensmittel, welche im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendet und ansonsten vernichtet werden würden, an Bedürftige verteilen oder gegen geringes Entgelt abgeben. In Deutschland sind ein Drittel davon Kinder und Jugendliche. Hier sind Tafeln seit 1993 aktiv. In zahlreichen anderen europäischen Ländern existieren vergleichbare Initiativen (Food Banks). Tafeln sind in Deutschland im Tafel Deutschland e.V. organisiert und zumeist auf der Ebene der Kommunen aktiv. Sie heißen deshalb z. B. Berliner TafelHamburger Tafel oder Hannöversche Tafel.[1] Das Logo der Tafel Deutschland ist als eingetragenes Markenzeichen (Wort-Bildmarke) rechtlich geschützt.[2]
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