Regierung in Katalonien

Torra provoziert mit Ministerauswahl

Stand: 20.05.2018 03:35 Uhr

Der neue Präsident im regionalen Parlament von Barcelona muss erst einmal die Bewegung retten. Wenn zur Großdemonstration nicht so viele Demonstranten kommen, um ihren Präsidenten  ihre Treue zu versichern, dann ist das ganze Vorhaben der Loslösung vom spanischen Mutterland gefährdet. Der Nachfolger  macht in der ersten Phase als Nachfolger Puidegemonts seine Sache  gut. Quim Torra nennt  Kandidaten für ein Ministeramt , die in spanischen Gefängnissen  sitzen oder sich rechtzeitig ins Ausland abgesetzt haben.Das sozialistisch angehauchte Belgien ist eine gute Adresse für "Flüchtlinge " aus Katalonien. Die Verhafteten haben noch nicht ihre bürgerlichen Ehrenrechte verloren. Sie können zu Ministern ernannt  werden, wenn sie bei der Vereidigung antreten.  Es ist zweifelhaft, dass die Inhaftierten zur Ernennung am kommenden Mittwoch Urlaub vom Gefängnis bekommen. . 

Der neue Präsident, Puigdemonts Nachfolger im Amt, trägt bei Anlässen gern einen schwarzen Anzug. Er hält sich an Gesetze und er lässt seine revolutionäre Gesinnung nur selten an die Öffentlichkeit dringen. Was er und seine Mitstreiter vorhaben, ist in der Tat revolutionär. Papier ist geduldig und in Katalonien breitet sich eine abwartende Haltung aus. Die Anhänger einer Abspaltung wollen  endlich Erfolge sehen.  Quim Torra soll die Abspaltung vollbringen. Wenn er es schafft, dann ist er ein Held und Straßen und Plätze werden nach ihm benannt. Wenn er die spanische Bürokratie nicht überwinden kann, dann wird die ganze Bewegung vom Ziel abrücken. My

 

Quim Torra a la Assemblea General d'Òmnium Cultural (2015)

 

Joaquim „Quim“ Torra i Pla (* 28. Dezember 1962 in Blanes) ist ein spanischer Jurist, Intellektueller und Politiker, der für die Unabhängigkeit Kataloniens eintritt. Seit dem 14. Mai 2018 ist er der 131. Präsident der Generalitat de Catalunya, der Regionalregierung von Katalonien. 

By Òmnium Cultural [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons