Kontrollen an Flughäfen

Polizei erwischt Schulschwänzer

Stand 21.05.2018 17:20 Uhr

 

Das ist neu. In Bayern werden Eltern mit einer Anzeige bestraft, wenn sie verfrüht in den Urlaub jetten wollen.. Bisher waren die Schulen alleine befugt, Schüler und/oder Eltern auf die gesetzliche Schupflicht hinzuweisen. Das brachte wenig und es entwickelt sich über Jahre eine Mentalität an den Schulen,  den verfrühten Flug in den Urlaub als legitim im Sinne der Eltern zu dulden. Die  Entschuldigungszettel  wurden ohne Kommentar zu den Akten genommen. Damit soll  jetzt Schluss sein, oder zumindest können sich Eltern nicht damit rausreden, sie hätten von gesetzlichen Aufforderungen zur Schulpflicht nicht s gewusst. 

Die Haltung der Eltern, ihre Kinder vor dem Ferienbeginn aus dem Unterricht zu nehmen, ist zu verurteilen. In bestimmen Umfang ist dieses Verhalten aber auch verständlich.Wer schon vor Ferienbeginn fliegt, bekommt eine billigeren Flug. Da liegt es nahe, dass finanziell schwache Eltern mit mehreren Kindern sparen wollen. Es ist aber nicht nur ein Vorkommnis bei finanzielle schwachen Eltern, sondern auch besser gestellte Eltern wollen gerne ein paar Tage mehr Urlaub schinden. Ausländer gönnen sich eine Reise in die entfernte Heimat. Da liegt es nahe, sang-und klanglos mit schulpflichtigen Kindern zu verschwinden. Die Situation der Eltern am Arbeitsplatz und deren Urlaubsansprüche sind ein wichtigen Kriterium . Es ist für die Eltern häufig kaum  möglich, alle Termine unter einen Hut zu bringen. Der Flug in die alte Heimat ist ein soziales Kriterium und sollte nicht einfach vom Tisch gewischt werden.

Nun schiebt die Münchner Polizei   gelegentlich vor dem Anfang der  Ferien Wache am städtischen Flugplatz. Für eine Bewertung der Maßnahme ist es noch zu früh. Das die Eltern an die Schulpflicht ihrer Kinder gelegentlich und nachdrücklich erinnert werden, ist legitim. My