Facebook-Chef vor EU-Parlament :Peinlich für die EU

Stand: 22.05.2018 21:36 Uhr

Die Diskussion um Datenschutz in Sachen Facebook sollte wohl zunächst hinter verschlossenen Türen stattfinden. Das es dann eine öffentliche Befragung wurde, machte die Sache auch nicht besser. Die Frager hatten sich komplizierte Fragen ausgedacht. Es dauerte endlos lange, bis die Fragen formuliert waren. Eine Frage hätte schon gereicht und am Ende der Frage wusste ein durchschnittlich begabter Mensch nicht, wie der Anfang der Frage lautete. Dann wurden die Fragen auch noch gesammelt und Zuckerberg machte sich fleißig Notizen.

Dann waren dreiviertel der Zeit um bis Zuckerberg zu Wort kam. Er machte das Richtige und ging nicht auf den Befragungswust ein. Warum auch? Zuckerberg ist kein Angeklagter und er ist auch nicht verurteilt. Er machte auch nicht auf der Stelle politischen Selbstmord sondern gab seine Sicht der Problematik wieder. Und die lautet: Hunderte Millionen Nutzer von Facebook können nicht irren-. Sie wollen Facebook so wie Facebook ist . Wenn die User ein anderes Facebook haben wollen, dann bekommen sie (vielleicht) ein anders Facebook. Eine Anpassung an Verbraucher-Gewohnheiten weltweit findet selbstverständlich statt.

Damit war die  Zeit schon 15 Minuten überschritten und Zuckerberg packte seine Sachen. Die Frager waren nicht viel schlauer als ehedem . Sie haben Zuckerberg nicht vorgeführt, wie sie es vermutlich gerne getan hätten. Umgekehrt hat Facebook ganzseitige Anzeigen geschaltet. Die müssen wohl ein Schweinegeld gekostet haben. Die Anzeigen machten Werbung für Facebook, für ein Geschäftsmodel nach amerikanischer Art. . Daran besteht jedenfalls kein Zweifel: Zuckerberg wird nicht an seinem eigenen Geschäftmodel rütteln. Was  nun kommt, dass ist Good Old Europe. Gesetze sollen den Datenschutz verbessern. Das ist sicherlich erforderlich. My