Maas bei Pompeo "Von einem Kompromiss weit entfernt" (Tagesschau)

Stand: 24.05.2018 00:05 Uhr

Bisher war Washington eine gute Adresse für deutsche Politiker. Vor einer wichtigen Wahl reisten deutsche Spitzenpolitiker gerne nach Washington, um in der Ferne etwas größer auszusehen. Das war Ritual. Der gewählte deutsche Außenminister wählte in den vergangenen Jahrzehnten  bei seinen Antrittsbesuchen ebenfalls Washington als Adresse aus, die im Terminkalender ganz vorne eingetragen war. Das sollte nochmals die Unterstützung betonen, die amerikanische Spitzenpolitiker ihrem Partner in Europa zukommen ließen.

Der Terminkalender von Heiko Maas hatte Washington nicht auf der ersten Terminseite. . Es war ein denkwürdiges Interview , das unserer Außenminister in Washington dem deutschen Fernsehen gab. Tapfer hielt unser Außenminister die Fahne der guten deutsch-amerikanischen Freundschaft hoch. Nicht der Hauch eines Schattens sollte den Amerikabesuch des deutschen Außenministers trüben. Das gelang ihm aber nicht so eindeutig. Er wirkte gequält . Das große Thema Iran und der Atomvertrag mit dem Iran, versuchte Maas herunter zu spielen. Er tat so, als sei die Weiterführung des Atomvertrages mit dem Iran, den auch Deutschland unterschrieben hat, als sei die Weiterführung des Atomvertrages durch die Europäer die selbstverständlichste Sache der Welt. Nach der Besprechung mit Pompeo  musste Maas eingestehen. dass das Abkommen mit dem Iran von amerikanischer und von der deutschen Seite, vertreten durch den Bundesaußenminister, grundsätzlich unterschiedlich 

interpretiert wird. . My

 

Heiko Maas

© Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia CommonsHeiko Maas (2017)

Heiko Josef[1] Maas (* 19. September 1966 in Saarlouis) ist ein deutscher Politiker (SPD) und seit dem 14. März 2018 Bundesminister des Auswärtigen im Kabinett Merkel IV.[2]

Von 2013 bis 2018 war er Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz. Zuvor war er von 2012 bis 2013 stellvertretender Ministerpräsident des Saarlandes sowie Landesminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und von 1998 bis 1999 ebendort Minister für Umwelt, Energie und Verkehr.