Fragen und Antworten
Fall Skripal - was bislang bekannt ist

Stand: 15.03.2018 17:45 Uhr

Etwas mickerig ist die Beweislage schon für die englische Regierung im Fall des Ex-Spions Skripal. Jedenfalls dann, wenn es zu einem Prozess kommt. Da muss schon etwas "in der Luft" gewesen sein, denn die Vorwürfe sind laut und heftig. Es springen auch viele Länderregierungen und die USA-Regierung der englischen Regierung bei. Von der russischen Seite kommt dann das Echo, recht monoton : Moskau ist unschuldig! Die Schlussfolgerung der Untersuchungen , dass nur die ehemalige SU in der Lage gewesen sei, dass Gift herzustellen und in Giftgasgranaten zu füllen, ist wohl richtig, als Beweis ist die Annahme reichlich wertlos. Die Annahme geht davon aus, dass bei der Vernichtung Moskau den Kampfstoff mengenmäßig nicht so genau prüfte, vermutlich ist etwas von dem Gift abgezweigt worden.


Oder die Ukaine hat noch etwas in ihren Beständen, das sich als Kampfmittel der neuen Art zum Kampf gegen Putin und Co. verwenden lässt. Die Ukraine hatte auch Atomwaffen. Sie hat die Atomwaffen an Moskau zurückgegeben. Vielleicht hat sie etwas chemischen Kampfstoff behalten. Der  des Mordversuch ist auch nicht ohne. In Russland finden demnächst Parlamentswahlen statt. Wir haben kein schlechtes Gewissen, wenn sich die britische Regierung in den Wahlkampf  in Russland einmischt. Und die Ukraine hat bestimmt keine Bedenken, wenn durch die hochgiftige
Substanz die Wählerinnen und Wähler verunsichert werden.  Zwischen England und Russland kommt es wohl zum Cold War, der viele Monate oder auch Jahre anhalten wir. My




Reichlich skuril wird es, wenn Frau May verlangt, dass Russland innerhalb einers Zeitkorridors "die Hosen runterlässt". Es war in hohem Maße zu erwarten, dass Russsland einem Ultimatum nicht nachkommen würde. Der Rauswurf von russischen Botschaftern  tut der russischen Regierung nicht besonders weh. Weil die Beweislage schwach ist, gedeiht die Spekulation. Welches Interesse hat Moskau, wenn ein  Agent auf britischem Boden einem Ex-Spion eine Prise des Nervengiftes unter die Nase hält? Es wurde bisher darauf verzichtet zu erläutern, wie das Gift in den Körper von Skripal gelangte. 

Die nächste Variante im Kreml-Krieg. Der Mordversuch  sollte vie Aufmerksamkeit erzeugen, und Moskau belasten. Das Ziel ist übererfüllt worden. 



Update 16.3-18








Die  britische Regierung ist davon überzeugt, dass russische Attentäter im Auftrag der russischen Regierung den versuchten  Mord an dem Ex-Spion verübt haben. Dabei sind die Täter weiterhin unbekannt und flüchtig. Auch ist die Motivlage der Auftraggeber des Mordversuchs  unklar. Es gibt bisher nur Indizien und Annahmen. Es gibt keine Zeugen. Es gibt vermutlich keine Zeugen, weil Zeugen in großer Gefahr leben.

Der Fall erinnert an Litwinenko, der durch radioaktives Polonium 2006 vergiftet wurde und starb. Auch im Fall Litwinenko war die Polizei davon überzeugt, dass der russische Geheimdienst hinter dem Attentat steckte. Angeblich soll Putin den Mord befohlen haben. Es kann sein, dass die Mordanschläge ausgeführt wurden, weil die enttarnten Agenten  (Skripal und Litwinenko) russische Spione in England massiv gefährdet hätten. Es ist nicht üblich, dass sich der englische Geheimdienst zum Geschehen äußert. Jede Spekulation ist privater Natur. My



Nowitschok (russisch Новичок; dt. Neuling, in englischer Transkription Novichok) ist eine Gruppe stark wirksamer Nervengifte bzw. -Kampfstoffe der vierten Generation, die ab den 1970er Jahren in der Sowjetunion entwickelt und mindestens bis in die 1990er Jahre in Russland weiter erforscht wurden.[1][2] Von dem Nervengift sind rund 100 Varianten bekannt.[3] Es handelt sich um binäre Kampfstoffe,[4] deren Existenz bis zum Oktober 1991 geheim war, dann aber durch den beteiligten Wissenschaftler Mirsajanow bekannt gemacht wurde.

Das Nervengift zählt zur Gruppe der Acetylcholinesterase-Hemmer, Acetylcholinesterase ist ein Enzym, welches normalerweise den Neurotransmitter Acetylcholin in den Synapsen abbaut. Das Nervengift blockiert das aktive Zentrum des Enzyms und führt durch eine Dauererregung zur Kontraktion aller Muskeln. Die Opfer sterben in der Regel durch die Hemmung der Atmung und des Herzmuskels. Als mäßig wirksame Gegenmittel können Atropin sowie andere Anticholinergika und diverse Oxime eingesetzt werden, die jedoch allenfalls in einem frühen Stadium helfen könnten.[5]

mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
update 15.3.18 

mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm



 

Debatte über Fall Skripal
 Ein Hauch Kalter Krieg im Sicherheitsrat

Stand: 15.03.2018 01:59 Uhr

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit sich die englische Regierung an den Fall Skipa verbeißt. Die Faktenlage ist schwach, dennoch macht die May-Regierung höchste politische Kreise in Moskau für den Fall verantwortlich. Eigentlich sollten alle Großmächte ihren Vorrat an Chemie-Kampfstoff  beseitigt haben. Aber  es scheint so, dass interessierte Kreise etwas von dem Nervengift abgezweigt haben, warum auch immer. Da scheint sich die Polizei sicher zu sein: Ihr Ex-Spion wurde mit einem hoch wirksamen Nervengift attakiert und beinahe getötet.

Es war abzusehen, dass ein Ultimatum an die politischen Machthaber in Moskau keine Beachtung finden würde. Die angekündigte Bestrafung Russlands fiel sehr herkömmlich aus. Russische Diplomaten müssen England verlassen. Die russische Reaktion ist auch schon klar: Englische Diplomaten müssen Moskau verlassen. 


Ist Moskau bei der Attacke federführend gewesen? Und warum traf es einen Ex-Spion, der seit  Jahren enttarnt ist ? Warum verwendeten der oder die Täter schwer zu handhabendes Nervengift ? Es muss dem Täter oder den Tätern doch klar gewesen sein, dass England im Falle eines Ex-Spions  sehr genau hinschaut, wie der Mörder es angestellt hat, den Ex-Spion umzubringen, was um Haaresbreite auch geklappt hätte. Eine Beurteilung mit räumlichen und zeitlichem Abstand  kommt zu mehreren  Szenarien. Gibt es andere Fälle in England,  wo Nervengift eingesetzt wurde? Die Polizei sucht.Eine weitere Vermutung könnte so aussehen: Der Kampfstoff wurde so ausgewählt, dass der Verdacht auf Moskau fällt.Die Rechnung ist aufgegangen. Die politischen Verbindungen zu Moskau sind ernsthaft gestört. Darauf kam es wohl dem Täter/den Tätern an. London ist sehr reich an Nationalitäten. Das Attentat kann auf das Konto von Exilrussen oder Exiltschetschenen gehen.  Vielleicht gibt es andere, ungelöste Fälle, wo ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann.

Nun ist eine Menge Porzellan zerdeppert worden. 
Mit der Zeit wird alles wieder heil.... Trump will einen Handelskrieg mit Westeuropa und Südostasien anzetteln.Da muss England jetzt nicht auch noch aktiv werden und einen kalten Krieg anfangen. My