Sieben Jahre Krieg in Syrien sind kein Grund zum Feiern in dem geschundenen Land. Der Westen ist in Syrien nur mäßig engagiert. Das war sicherlich richtig, in einem Bürgerkrieg, wo Ziele und Aggressionen häufig gewechselt haben. Mit der russischen Unterstützung kommt die syrische Armee des Herrschers Assad nun schneller voran. Zum Leidwesen der westlich ausgerichteten Milizen und ihrer Auftraggeber und Soldbezahler, die jetzt ihre Felle davonschwimmen sehen.

Der Westen wollte die Einheit des Staates Syrien erhalten, nun wird die Einheit  des Staates Syrien nicht angetastet, nun ist es dem Westen auch wieder nicht recht. Schon seit Jahren verurteilen die westlichen Medien das Assadregime als besonders grausam und tückisch. Es stellt sich die Frage, ob das Assadregime außergewöhnlich  böse ist. Vermutlich ist der Unterschied zu anderen despotischen Regimen im arabischem Raum nicht von besonderer Qualität.

Das libysche Regime oder die libyschen Regime wurden einst vom Westen mit aus der Taufe gehoben. Westliche Länder arbeiten in der Flüchtlings-Verhinderungsfrage mit den Libyern zusammen. Dabei ist sehr klar, dass libysche Unterhändler Blut an ihren Fingern haben. Moralisch kann der Westen in Nahost und in Nordafrika kaum  punkten. Daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern. My