Öffentlich-Rechtliche
Dänemark schafft Rundfunkgebühr ab

Stand: 17.03.2018 01:25 Uhr

Die Dänen zahlen bisher umgerechnet 330 Euro im Jahr Gebühr für Rundfunk und Fernsehen. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Öffentlich Rechtlichen werden aus Steuermitteln bezahlt , der Etat wird um 20 Prozent gekürzt. Die Entscheidung der Regierung ist ein Politikum. In Dänemark wurde rechts gewählt, die Regierung ist eine rechte Regierung. Das politische System der Sozialdemokraten, die Jahrzehnte an der Macht waren, dieses  teure System wird tendenziell zerpflückt. Wenn es ums Geld geht, werden die Dänen munter, das haben die Sozialdemokraten unterschätzt. Dänemark ist  ein Beispiel für den Verdruss am sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaat. Es geht nicht um die Abschaffung des Wohlfahrtsstaates, es geht um die Beschneidung des Wohlfahrtstaates. 

Die Dänen finden es gut, dass ihr Rundfunk zur Kur geschickt wird. Wer dänisches Staatsfernsehen empfangen kann, der verliert schnell die Lust am Programm. Das ist reichlich hausbacken und reichlich zahnlos. Ausländische Filme werden häufig nicht synchronisiert gezeigt.  Das Laufband in dänischer Sprache ist typisch. Das bedeutet, dass Filme häufig in englischer Sprache gebracht werden. Optimisten meinen, die Neigung der Dänen zur englischen Sprachkultur wirke sich positiv auf Schülerleistungen im Fach Englisch aus. Das ist eine Meinung, mehr nicht. Dass  das dänische Staatsfernsehen attraktiver wird, das glauben nicht einmal unverbesserliche Optimisten. My