Cereale Pressespiegel

506 Berlin: Der Absturz des Noch-SPD-Vorsitzenden Schulz



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506 Berlin: Der Absturz des Noch-SPD-Vorsitzenden Schulz
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Heute ist nicht Freitag der 13.Februar. Dennoch ist es passiert: Herr Martin Schulz will nicht mehr Bundesaußenminister werden. Herr Sigmar Gabriel wird auch nicht Bundesaußenminister bleiben können. Dafür war die Majestätsbeleidigung  des SPD-Parteivorsitzender zu groß. Gabriel ist aus dem Rennen, Schulz will nicht mehr Bundesaußenminister. Sein  Verzicht wird vielleicht die SPD-Gemüter beruhigen Es wird sich bestimmt eine Person finden lassen, die diesen Job ausfüllt.


Die ganze SPD-Misere ist eine SPD-Misere mit Ankündigung. Das Gewitter braute sich schon in der vergangenen Nacht zusammen. Reichlich selbstherrlich hat Schulz  die Posten an seine Parteifreunde, von denen es noch einige gibt, verteilt. Was bei  Herrn  Steinmeier vielleicht durchgegangen wäre, dass ließ die Basis jetzt nicht durchgehen. Weil Schulz schon einige  Fehlentscheidungen und Wortbrüche gesammelt hat, war das selbstherrliche Vorgehen des Parteivorsitzenden eine Nummer zuviel.


Die vergangene Woche war ein Riesen-Theater. Die drei Parteivorsitzenden lobten über den grünen Klee das Koalitionspapier. Dann der Griff von Schulz nach dem Außenministerium. Das war aber nur Vorgeplänkel. In den vergangenen Wochen wurde von SPD-Seite die Befragung der SPD -Mitglieder, was sie von der großen Koalition halten, heruntergeredet. Nicht so wichtig; nicht bindend; ein Test.

Mit einem Schlag drohen nun  englische Verhältnisse. Wenn die Mitglieder sauer sind, dann machen sie , was sie schon immer machen wollten: Sie opponieren gegen "die da oben". . So ganz nebenbei kann dann die Macht der Volksparteien erodieren. Das wäre in der Tat der Supergau der SPD.
Weil die Parteiführung eindrucksvoll geschlafen hat ,als sich das Unheil anbahnte, kommt auch gleich noch hinzu, dass die SPD-Führung, wenn es sie den gibt, nicht mal den eigenen ´Laden führen kann. Und dafür wird die Partei mit überproportional vielen Ministerien auch noch belohnt. Kein Wunder, dass jetzt auch viele CDUler sauer sind gegenüber der SPD-Erpressung am Verhandlungtisch.

Wie soll es weitergehen mit der SPD. Vielleicht kommt es ja so, dass Schulz Gefallen am Regieren behält. . Dann ist Herr Schulz nachträglich zu loben, weil er das  Wohl und Wehe der Mitgliederbefragung  auf sich lenkte. Das wäre in der Tat ein edler Schachzug. Wenn die Personaldebatte aber grotesk weitergeht, dann wird die SPD an den Umfrageergebnissen ihren Absturz (vielleicht) erkennen. Es kann auch sein , dass es schon zu spät ist für für einen Kurswechsel. Dann geht die SPD für die nächsten 20 Jahre in die Opposition.  Dann wird es Neuwahlen geben und die AfD kann sich freuen! My