Treffen Trump-Kim
Weißes Haus stellt Vorbedingungen

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Stand: 10.03.2018 10:30 Uhr

Das kann das vorzeitige Aus des von Kim (Nordkorea) angebotenen Gesprächs mit US-Präsident  Trump sein. Die USA sehen Nordkorea in einer Bringschuld. Nordkorea soll nuklear abrüsten, Nordkorea soll sein Raketenprogramm einstellen, Nordkorea soll aufhören, andere Länder zu bedrohen. Das hatte Kim zwar in Aussicht gestellt, aber es ist so wie mit der alten DDR, was Friede eigentlich ist, das sieht die kommunistische Seite in einer ganz eigenen Weise. Auch hat Kim sein Angebot als Lockmittel an die USA weitergereicht. Abrüstung auf Nordkoreas Seite sieht Kim bestimmt als Ergebnis eines Verhandlungsweges wie am Ende des Vietnam-Krieges. Soll heißen: Die USA verschwinden aus Südkorea, der Konflikt ist dann nur noch ein Konflikt zwischen "Bruderstaaten".

In einer Umarmungstaktik wird Nordkorea dann versuchen, eine Wiedervereinigung zu erreichen. Die Drohmittel , Atombombe und Raketen, bleiben im Hintergrund. Weil die jetzige Regierung Moon in Südkorea eine pazifistische Regierung ist, sieht Kim  ein leichtes Spiel. Die Hauptstadt des wiedervereinigten Korea heißt dann Pjöngjang und die nordkoreanische Propaganda- Maschine läuft wie immer auf Hochtouren.Von den Politikern in Südkorea ist nichts mehr zu sehen,sie wurden alle mit großem Pomp durch Regimetreue  ersetzt. .


So könnte es kommen, es muss nicht so kommen. Den Flötentönen aus Nordkorea geht Trump nicht  auf den Leim. Auch wird er seine Aversion gegen das stalinistische Regime in Nordkorea nicht einfach beiseite legen. Er wird es vermeiden, sich dem Kreuzfeuer der hellwachen Opposition im eigenen Land auszusetzen. Das kann Trump überhaupt nicht gebrauchen. Wenn Kim in die bekannte Tonart zurückfällt, dann ist das Kapitel "Friedensoffensive Nordkorea" für die nächsten 20 Jahre erledigt.

Das bedeutet  auch ein Aus für deutsche Träume. Weil Teile der neuen Bundesregierung (SPD) den Atom-Vertrag mit dem Iran als vorbildlich loben und nach gleichem Muster Nordkorea in die Pflicht nehmen wollen, bekommt die Idee einen starken Dämpfer. Es ist auffallend ruhig geworden um eine mögliche Einbindung Nordkoreas in ein Vertragswerk. Heiko Maas kann  sich anderen Themen zuwenden. My